Das neue SeminargebäudeDas Evang. Bildungszentrum HesselbergBlick vom HesselbergBlick auf den Hesselberg

  Montag, 10.12.2018   10:14

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Evang. Bildungszentrum Hesselberg - Bildungskonzept

Erwachsenenbildung
Bildungskonzept

Es ist immer wieder wichtig, sich selbst zu fragen, was man tut und sich zu hinterfragen, warum man etwas tut. So hat sich unser pädagogisches Team Gedanken zu seiner Bildungsarbeit gemacht. Ergebnis ist ein Leitbild, mit dem die Frage beantwortet werden soll: Was tun wir und warum tun wir das, was wir, tun.

Unser Leitbild ist ein Leitwort geworden.

"Und Hiob antwortete dem Herrn und sprach:
Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, was du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. ... Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen."
(Hiob 42, 1+2+5 in der Übersetzung Martin Luthers)

"Hiob entgegnete IHM, er sprach:
Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und nie ein Entwurf dir zu steil ist. ... Aufs Hörensagen des Ohrs habe ich dich gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen."
(Hiob 42, 1+2+5 in der Übersetzung Martin Bubers)


Worte, die das Ende einer langen, so schweren wie gleichzeitig intensiven Geschichte markieren. Worte, mit denen eine neue Geschichte des Gleichen, der nicht der Gleiche geblieben ist - es unmöglich sein kann! - beginnt.

Worte des Überganges, der Veränderung, im Blick auf das Vergangene, des Neubeginns, der Erfüllung mit Sinn und Hoffnung.

Die Geschichte Hiobs, ist eine Weggeschichte und eine der Begegnungen. Eine Weggeschichte, weil in ihr ein Abschnitt des Lebensweges eines Menschen geschildert ist. Eine Geschichte der Begegnungen, da Hiob in aller Intensität, Brutalität und schonungsloser Offenheit, bar jeder Maske und jeden Schutzes sich, Menschen und Gott begegnet.

Hiob begegnet Gott, der alles vermag, dem kein Entwurf zu steil ist.
Die Verheißung gelingender Begegnung mit dem lebendigen Gott ist uns geschenkt, so wir uns in seinem Namen versammeln.

Der Hauspruch unserer Einrichtung weist in eben diese Richtung:
"Ihr sollt merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist". Jos 3,10

Im Geschehen dieser Begegnung eröffnet sich Freiraum:

  • Gott als den wahrzunehmen, der uns und diese Welt in aller Schönheit geschaffen hat.
  • die eigene Lebensgeschichte mit all ihren Brüchen und Schmerzen als Geschichte aus und in Gottes Hand zu sehen.
  • selbst steile Entwürfe zu wagen, gemeinsam Visionen gelingenden und möglichen Lebens zu entwickeln.
  • die so fest zementierten und teilweise so eloquent vorgetragenen Meinungen der Wortführer als bloße Theorie, als pure Ideologie zu durchschauen und zu benennen.

"Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und nie ein Entwurf dir zu steil istů Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen".


Der Freiraum sich selbst zu entdecken im Auge des Gegenübers stellt so die erste wichtige Dimension dieses Leitbildes dar. Aus dieser Entdeckung heraus und einzig auf diesem Boden kann es gelingen, Leben zu gestalten.
Die Begegnung mit dem lebendigen Gott, dem kein Entwurf zu steil ist, der sich auf jede menschliche Geschichte einlässt, bewirkt ein Weiteres. Sie gibt Hiob Orientierung. Er kann seine Geschichte, sein Leid, seine ganz persönliche Tragödie neu sehen und einordnen. So ist er befreit zu resümieren: nun hat mein Auge dich gesehen.

Gott schenkt Hiob eine neue Orientierung. Er löst seine Fixierung auf das, was so grausam an ihm geschehen ist. Er hilft ihm so, sich zu drehen - die Augen auf die Zukunft hin zu orientieren. So schematisch dies sein mag, übersetzen wir die aus dem Leitbild/Leitwort resultierenden Gedanken in eine "Formel":

"ORIENTIERUNG FINDEN - LEBEN GESTALTEN."


Im nächsten Abschnitt beschreiben wir die "Grundlegungen" unseres Hauses. Dazu gehört die eigene Geschichte und die Tradition ländlicher Heimvolkshochschulen. Dazu gehört aber auch, dass sich die Bildungsarbeit im und für den Ländlichen Raum in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Auch von daher war es wichtig, unsere Weltwahrnehmung zumindest grob zu skizzieren.
Geschwindigkeit, Globalisierung, Umweltzerstörung und Krise der Sozialsysteme, die Degradierung von Mitmensch und Mitwelt zum bloßen Objekt ökonomischer Interessen sind die Eckpunkte, die wir benennen.
Für unsere Bildungsarbeit fragen wir uns daher, wie langsame, intensive, also nachhaltige Bildung unter diesen Bedingungen gelingen kann.
Bildung hat mit Konzentration und Zeit zu tun. Bildung braucht nicht nur generelle Überblicke sondern auch "Tiefenbohrungen".

Mitte unseres Konzeptes sind die Ziele, die wir mit unserer Arbeit verbinden.
Die Säulen unseres Handelns.
Kernziel ist die Verkündigung des Evangeliums. Auf diesem Grund haben wir eine Leitfrage entwickelt, anhand derer wir die speziellen Ziele unseres Hauses darstellen:
Was befähigt/befreit mich, in meinem Lebensraum und unserer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen?

Ausgehend von diesem Kernziel haben wir die Ziele unserer Bildungsarbeit formuliert. Wir wollen:

  • Menschen Hilfe sein, sich und ihre Situation wahrzunehmen und diese zu benennen.
  • in unserer Bildungsarbeit die Frage nach Wahrheit stellen.
  • Menschen helfen, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, auch um schmerzhafte Erkenntnisse zu verarbeiten.
  • gesellschaftliche und sozial-lebensgemeinschaftliche Entwicklungen speziell im Ländlichen Raum wahrnehmen und gemeinsam beschreiben.
  • Visionen gelingenden persönlichen wie sozial-gesellschaftlichen Lebens entwickeln.
  • Menschen, die bei uns zu Gast sind und uns selbst Hilfe sein, Handlungsräume und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.
  • Menschen Hilfe sein, das eigene Handeln zu reflektieren, in Sprache zu bringen und immer wieder auf seine Situation zu überprüfen.

Zum Abschluss der Darstellung unserer Ziele versuchen wir das, was wir unter Bildung verstehen, auf den Punkt zu bringen:

Wir verstehen unter dem Wort Bildung die Reflektion und die Begleitung der Prozesse lebenslanger Entwicklung. Bildung heißt nicht möglichst viel Fakten- und Informationswissen, sondern qualifiziertes "Lebenswissen" zu erlangen.

Wir sind uns dessen gewiss, dass bei allem Bemühen, aller Reflektion, aller denkerischen Arbeit das Gelingen nicht in unserer Hand liegt, sondern - in der Sprache des Glaubens gesprochen - Geschenk des Heiligen Geistes ist. Uns verbindet die Hoffnung als gemeinsame Praxis.

Die Hoffnung

  • dass der gemeinsame Weg in der Bildungsarbeit ein gesegneter ist.
  • dass Gott seine Verheißungen erfüllen wird. Ganz besonders wichtig ist dieser Aspekt der Hoffnung in unserer Arbeit in dem Moment, wo wir über persönliche und gesellschaftliche Perspektiven nachdenken.
  • dass Gott alles Fragmentarische, Unvollendete und damit alles Lebendige auf je seinen Weg zu ihm und damit zum Ziel führt.

Sie können die ausführliche Fassung unseres Bildungskonzepts gerne auf Anfrage zugesandt bekommen.


Werner Hajek
Pfarrerin Beatrix Kempe
Dr. Christine Marx
Pfarrer Christoph Seyler

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